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EILMELDUNGLokaler Mann sagt „Es geht eh schon wieder“ – Taschentuchindustrie meldet Rekordumsatz.
Ratgeber / äußerst fragwürdige Lebensentscheidungen

10 Tricks gegen Kranksein
Nummer 1 wird dich schockieren!

Ärzte hassen diesen Artikel. Die Personalabteilung auch. Wir haben zehn Methoden gesammelt, mit denen du deine Erkältung garantiert nicht seriös behandelst.

Symbolbild. Das Thermometer hat mehr Qualifikationen als unsere Redaktion.

Vorweg, bevor jemand den Schnaps aus dem Medizinschrank holt: Das ist ein satirischer Fake-Klickbait-Artikel. Arbeitszeitbetrug, Alkohol als „Medizin“ und absichtliches Anstecken sind keine Empfehlungen. Bei Krankheit: erholen, andere schützen und bei Bedarf medizinische Hilfe holen.

Die Nase rinnt, der Schädel brummt und dein Kalender sagt trotzdem „kurzer Abstimmungstermin, 90 Minuten“. Was tun? Unser Institut für Angewandtes Halbwissen hat recherchiert. Also: einen Gruppenchat gelesen. Hier kommt der Countdown der schlechtesten Ideen – mit einer unerwartet vernünftigen Pointe.

10

Die Krankheit einfach wegignorieren

„I bin ned krank, i bin nur bissl angeschlagen.“ Ein Satz, der in Österreich ungefähr so belastbar ist wie „Wir fahren nur auf ein Getränk“. Solange du das Fieber nicht misst, existiert es schließlich nur als Gerücht.

Dein Immunsystem hat dazu eine andere Meinung. Aber das wurde leider nicht zum Jour fixe eingeladen.

Redaktionsurteil: Verdrängung ist keine Therapie. Auch nicht mit Dialekt.

9

Arbeitszeitbetrug: Acht Stunden eingeloggt, sieben davon im Fiebertraum

Der Rechner leuchtet, du liegst unter drei Decken und im Traum führst du gerade das Mitarbeitergespräch mit einem sprechenden Wasserkocher. In unserer erfundenen Leistungsstatistik zählt das als „strategische Wärmeplanung“.

Eine grüne Statusanzeige ist halt kein Anwesenheitsnachweis. Und „Ich war mental im Excel“ überzeugt die Personalabteilung erstaunlich selten.

Redaktionsurteil: Krankmelden statt Arbeitszeit erfinden. Dein Bett braucht keine Zeiterfassung.

8

Mit Schnaps „von innen desinfizieren“

Onkel Herbert schwört drauf. Onkel Herbert schwört allerdings auch, dass sein Drucker ihn absichtlich ärgert. Seine medizinische Publikationsliste besteht aus einem Bierdeckel mit „hilft fix“.

Alkohol macht aus einer Erkältung keine Heilung, sondern im ungünstigen Fall eine Erkältung mit Zusatzproblemen. Mit Medikamenten kann er sich außerdem gefährlich schlecht vertragen.

Redaktionsurteil: Du bist kein Türgriff. „Desinfektion von innen“ bleibt ein Wirtshausmärchen.

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7

Andere anstecken – geteiltes Leid ist doppeltes Meeting

Warum allein husten, wenn das ganze Großraumbüro mitmachen kann? Unser fiktiver Motivationscoach nennt es „virale Teamkultur“. Die Kolleginnen und Kollegen nennen es etwas, das wir aus Jugendschutzgründen nicht abdrucken.

Viren sind leider keine Kuchenstücke: Wenn du sie teilst, hast du danach nicht weniger davon. Du hast nur mehr Leute, die dir nächste Woche böse Nachrichten schreiben.

Redaktionsurteil: Rücksicht statt Superspreader-Ambitionen. Krank bleiben ist schon blöd genug – andere krank machen noch blöder.

6

Dr. Google fragen, bis aus Schnupfen eine seltene Tropenkrankheit wird

Du wolltest wissen, warum deine Nase zu ist. Vier Tabs später planst du dein Testament, obwohl dein letzter Tropenaufenthalt im Gartencenter stattgefunden hat.

Im Internet findest du für jedes Symptom alles: vom „mehr schlafen“ bis zum „dein linkes Knie ist möglicherweise ein Portal“. Besonders überzeugend sind Seiten mit blinkendem Bestellknopf.

Redaktionsurteil: Eine Suchmaschine kennt deine Krankengeschichte nicht. Bei Unsicherheit lieber qualifizierte Hilfe als Kommentarspalten-Diagnosen.

5

Mit Fieber einen persönlichen Sportrekord versuchen

„Ich schwitz das einfach raus!“ Großartig: Der Körper kämpft bereits gegen einen Infekt, und du bewirbst dich spontan als zusätzlicher Endgegner.

Unsere erfundene Fitness-App vergibt dafür den Pokal „Schlechtes Timing“. Dein Kreislauf reicht gleichzeitig die Kündigung ein.

Redaktionsurteil: Mit Fieber kein Training. Regeneration ist kein Charakterfehler.

4

Antibiotika verlangen, weil „stark“ automatisch „richtig“ bedeutet

Wenn ein Medikament beeindruckend klingt, muss es doch helfen. Nach derselben Logik könnte man einen tropfenden Wasserhahn mit einem Presslufthammer reparieren.

Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht gegen Erkältungsviren. Ob sie nötig sind, entscheidet keine Stammtischabstimmung, sondern eine medizinische Beurteilung.

Redaktionsurteil: Nicht auf eigene Faust einnehmen. „Die waren noch im Kastl“ ist kein Rezept.

3

Das Fieberthermometer in den Kühlschrank legen

Endlich normale Werte! Der Kühlschrank ist gesund. Du leider immer noch nicht. Aber die PowerPoint-Präsentation zur „erfolgreichen Temperaturreduktion“ schaut hervorragend aus.

Das ist ungefähr so wirksam, wie den Kontostand zu verbessern, indem man den Taschenrechner beleidigt.

Redaktionsurteil: Messwerte schönen heilt nichts. Auch dann nicht, wenn du sie als KPI bezeichnest.

2

Ein Wundermittel kaufen, das „Ärzte geheim halten“

Nur heute: ein Extrakt aus Himalaya-WLAN, aktiviertem Mondschein und den Tränen deines Sparbuchs. Klinisch getestet an einem Warenkorb.

Die angebliche Verschwörung ist simpel: Alle Ärztinnen und Ärzte weltweit verschweigen die Heilung, aber ein anonymer Onlineshop mit Countdown kennt sie. Klingt komplett logisch.

Redaktionsurteil: Je größer das Heilversprechen und je dringender der Kaufdruck, desto gesünder ist eine geschlossene Browserseite.

1

Du darfst tatsächlich krank sein. Und dich ausruhen.

Schockierend, aber wahr: Du musst deinem Immunsystem keine Umsatzprognose liefern. Du darfst dich krankmelden, schlafen, ausreichend trinken und Abstand halten, statt das Büro in eine biologische Erlebniswelt zu verwandeln.

Kein Geheimtrick. Kein Abo. Keine geheime Zutat aus einem Tiroler Bergwerk. Nur die radikale Erkenntnis, dass du ein Mensch bist und kein Leasinggerät mit Anwesenheitspflicht.

Ausnahmsweise ernst gemeint: Bei starken, anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden medizinischen Rat einholen. In Österreich hilft die Gesundheitsberatung 1450; bei akuter Atemnot oder anderen Notfällen 144.

Du wurdest erfolgreich geklickbaitet.

Belohnung: keine Wunderheilung, aber vielleicht die Erlaubnis, heute einfach im Bett zu bleiben. Schick den Artikel jemandem, der „eh nur ein bissl hustet“ – nicht deine Viren.